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Stallscheune Gluringen

2018 bis 2020 (1937)

Beschaffung:
Direktauftrag
Zusammenarbeit:
Holzbau Weger, Münster
Konstruktion:
Holzblockbauweise bestehend
Material:
Holz
Karte

Ort | «Gluringen ist ein Obergommer Dorf bescheidener Grösse in regionaltypischer Lage auf dem untersten Abschnitt eines breiten Schuttkegels. Auffällig ist die lockere Bebauung. Die lose über das Gebiet verteilten Wohnhäuser werden nur durch die bedeutend zahlreicheren Stadel, Gaden und Speicher zu einigen geschlossenen Gebäudegruppen verdichtet.

Eindrücklichster Teil des Ortsbilds ist die gegen die Furkastrasse gerichtete Front des alten Dorfkerns mit Kirche, Gemeindehaus, Schulhaus und prächtigen Ökonomiegebäuden.

F: RHA

Die Schaufront des Dorfkerns stellt im Goms eine Rarität dar.»
Aus: ISOS

Bestand | «Baujahr 1934 (an einer Lischtür eingeschnitzt). Es handelt sich um eine Doppel-Stallscheune, der Südteil als zweiständiger Hauptstall, der Nordteil als einständiger Zustall, in massiver Blockbauweise.

F: RHA

Die Hauptgiebelseite weist die typischen Baumerkmale auf: zwei Stalltüren, drei Ätzporten, bei zweien die dazugehörenden Treppen.

Auf der Rückseite gibt es sieben Lischporten, fünf zur Scheune über dem Hauptstall, zwei in der Scheune über dem Zustall. In den beiden Trauffassaden bestehen die Wandteile zwischen den Spillen im Scheunenbereich aus vertikalen Brettern.
Die Konstruktion ist in einem guten Zustand. Das Dach ist mit Wellblech eingedeckt.

Auf der Nordseite ist eine rückseitig erschlossene, eingeschossige Remise angebaut. Dieser Gebäudeteil wurde wahrscheinlich später erstellt und gehört eigentumsmässig zur Nachbarparzelle.»
Aus: Inventarblatt der Gemeinde

Absicht | Die Stallscheune soll einer Wohnnutzung zugeführt werden ohne den Wert des Objekts im Ortsbild zu schmälern und die Struktur unnötig zu verändern. Auf dem Heuboden fügt sich eine neue Wohneinheit ein, während das Stallgeschoss als Keller genutzt werden kann. Die Raumstruktur der Wohneinheit folgt den Gegebenheiten des Bestandes. Durch Rücksprünge der inneren Fassade werden Zwischenräume gebildet, die Alt und Neu in einen Dialog setzen. Diese reichen wie der Essraum bis unter das Dach und vermitteln damit eine räumliche Grosszügigkeit. Zur Belichtung der Räume werden die bestehenden Öffnungen genutzt. Der Zugang zur Wohnung führt über eine neue Aussentreppe. Das Dach wird neu mit den regionaltypischen gespaltenen Lärchenholzschindeln gedeckt.

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